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Was ist Marktungleichgewicht? Am besten veranschaulicht man das wohl vermittels des Analogons in einer Zentralplan-Wirtschaft (Zentralverwaltungswirtschaft). Stelle man sich dazu vor, wie die Planungsbehörde die dortigen Wirtschaftsakteure zur Erfüllung inkompatibler Pläne anhält:
Qualitative Planungsinkompatibilität.
»Alicia, du übernimmst am Morgen bei der grossen Eiche von Bernd eine Kiste Äpfel.«
»Bernd, du übergibst am Morgen bei der grossen Eiche der Alicia eine Kiste Birnen.«
Quantitative Planungsinkompatibilität.
»Alicia, du übernimmst am Morgen bei der grossen Eiche von Bernd zwei Kisten Äpfel.«
»Bernd, du übergibst am Morgen bei der grossen Eiche der Alicia eine Kiste Äpfel.«
Zeitliche Planungsinkompatibilität.
»Alicia, du übernimmst am Morgen bei der grossen Eiche von Bernd eine Kiste Äpfel.«
»Bernd, du übergibst am Mittag bei der grossen Eiche der Alicia eine Kiste Äpfel.«
Örtliche Planungsinkompatibilität.
»Alicia, du übernimmst am Morgen bei der grossen Eiche von Bernd eine Kiste Äpfel.«
»Bernd, du übergibst am Morgen auf der grossen Brücke der Alicia eine Kiste Äpfel.«
Possessorische Planungsinkompatibilität.
»Alicia, du übernimmst am Morgen bei der grossen Eiche von Bernd eine Kiste Äpfel.«
»Bernd, du übergibst am Morgen bei der grossen Eiche der Clara eine Kiste Äpfel.«
Ausser der possessorischen Planungsinkompatibilität, die ich nur der Vollständigkeit halber aufgeführt habe, können alle Planungsinkompatibilitäten auch in einer Dezentralplan-Wirtschaft (Marktwirtschaft) geschehen und sind dann dort Marktungleichgewicht.
Und so, wie sich ein inkompatibler zentraler Wirtschaftsplan dann deswegen unmöglich vollständig verwirklichen lässt, teilweise platzt, lässt sich auch inkompatibler dezentraler Wirtschaftsplan dann deswegen unmöglich vollständig verwirklichen, platzt teilweise.
An dieser Stelle gleich noch am Rande ein Hinweis auf einen wichtigen Unterschied:
In einer Zentralplan-Wirtschaft würde man bei Planungsinkompatibilitäten wohl in bester Einigkeit irgendwelche Organe der Planungsbehörde für die Misere verantwortlich machen.
In einer Dezentralplan-Wirtschaft mit diesbezüglich so gut wie unwissenden Bürgern hingegen, fangen die Leute dann an, irgendwelche "naheliegende Gründe", "offensichtliche Schuldige" für die Misere "zu finden", und Interessengruppen betreiben dabei Bauernfängerei.
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asdf
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Hast du vielleicht folgendes alles überlesen?
[...] in einer Zentralplan-Wirtschaft (Zentralverwaltungswirtschaft) [...] die Planungsbehörde [...]
[...]
[...] in einer Dezentralplan-Wirtschaft (Marktwirtschaft) [...]
[...]
[...] zentraler Wirtschaftsplan [...] dezentraler Wirtschaftsplan [...]
[...]
In einer Zentralplan-Wirtschaft [...]
In einer Dezentralplan-Wirtschaft [...]
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Du schließt doch deinen Planwirtschaftsvergleich hiermit:
In einer Dezentralplan-Wirtschaft mit diesbezüglich so gut wie unwissenden Bürgern hingegen, fangen die Leute dann an, irgendwelche "naheliegende Gründe", "offensichtliche Schuldige" für die Misere "zu finden", und Interessengruppen betreiben dabei Bauernfängerei.
Eben individuelle Absichten - es gibt keine berechenbare Festlegung/Planung. Daher scheitern letztlich auch Planwirtschaften, die Festlegungen treffen wollen, die nicht den realen Bedürfnissen entsprechen, so dass die Akteure irgendwann dagegen aufbegehren, indes der Prozess selbst bis zu diesem Aufbegehren reibungslos verläuft, sprich keiner deiner genannten Ausnahmen auftritt.
Real herrscht immer Ungleichgewicht.
Gruß!
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Du schließt doch deinen Planwirtschaftsvergleich hiermit:
Ja, ich schloss mit einem "Hinweis am Rande".
In einer Dezentralplan-Wirtschaft mit diesbezüglich so gut wie unwissenden Bürgern hingegen, fangen die Leute dann an, irgendwelche "naheliegende Gründe", "offensichtliche Schuldige" für die Misere "zu finden", und Interessengruppen betreiben dabei Bauernfängerei.
Eben individuelle Absichten - es gibt keine berechenbare Festlegung/Planung.
Ja, an dieser Stelle war gerade von einem dezentralen Wirtschaftsplan die Rede. Aber dennoch war von einem Wirtschaftsplan die Rede, und dann zu sagen: »es gibt keine berechenbare Festlegung/Planung«, klingt für mich schräg; doch ist es mir nicht klar, was damit gemeint ist (und ich frage mich, ob das Gemeinte vielleicht bloss eine Abschweifung ist).
Daher scheitern letztlich auch Planwirtschaften, die Festlegungen treffen wollen, die nicht den realen Bedürfnissen entsprechen, so dass die Akteure irgendwann dagegen aufbegehren, indes der Prozess selbst bis zu diesem Aufbegehren reibungslos verläuft, sprich keiner deiner genannten Ausnahmen auftritt.
Ich wollte wichtige Begriffe anhand einer Zentralplan-Wirtschaft (Zentralverwaltungswirtschaft, Planwirtschaft) veranschaulichen. Nicht anhand einer Dezentralplan-Wirtschaft (Marktwirtschaft), weil sich vergleichbare Anschauungen dort nur sehr schwer differenzieren liessen:
»Auf dem Markt unter der grossen Eiche wird eine Kisten Äpfel angeboten und zwei Kisten Äpfel werden nachgefragt.«
Handelt es sich hierbei um qualitative oder quantitative oder zeitliche oder örtliche Planungsinkompatibilität? Man weiss es nicht, weil jedweder Kontext fehlt, den man daher zuerst mühsam bestimmten müsste.
Und du legst nun aber diese Begriffe deswegen, weil ich sie eben anhand einer Zentralplan-Wirtschaft veranschaulichen habe, zu eng aus. Irgendwie als ob Direktiven einer Planungsbehörde nötig seien, zu ihrem Wesen gehören. Aber es sind nur Pläne nötig, und die Konsumpläne oder -wünsche gehören auch dazu.
Real herrscht immer Ungleichgewicht.
So ist es oder so ist es nicht.
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Du schließt doch deinen Planwirtschaftsvergleich hiermit:
Ja, ich schloss mit einem "Hinweis am Rande".
In einer Dezentralplan-Wirtschaft mit diesbezüglich so gut wie unwissenden Bürgern hingegen, fangen die Leute dann an, irgendwelche "naheliegende Gründe", "offensichtliche Schuldige" für die Misere "zu finden", und Interessengruppen betreiben dabei Bauernfängerei.
Eben individuelle Absichten - es gibt keine berechenbare Festlegung/Planung.
Ja, an dieser Stelle war gerade von einem dezentralen Wirtschaftsplan die Rede. Aber dennoch war von einem Wirtschaftsplan die Rede, und dann zu sagen: »es gibt keine berechenbare Festlegung/Planung«, klingt für mich schräg; doch ist es mir nicht klar, was damit gemeint ist (und ich frage mich, ob das Gemeinte vielleicht bloss eine Abschweifung ist).
Das wirtschaftliche Aufeinandertreffen (ob PLAN- oder MARKT-Wirtschaft) ist immer ein Kompromiss. Ich plane heute alles für möglichst umsonst zu erhalten und die Anbieter wollen wenn möglich mein gesamtes Eigentum erhalten. Der Planungsbüroleiter plant die Fertigstellung der Transaktion möglichst noch vorgestern, der zuständige Ingenieur muss demgegenüber die Moral seiner Arbeiter aufrecht erhalten, die aber doch gerne erstmal ihre Mittagspause verlängern würden.
Bist du vielleicht im Modell - ich in der Realität?
Daher scheitern letztlich auch Planwirtschaften, die Festlegungen treffen wollen, die nicht den realen Bedürfnissen entsprechen, so dass die Akteure irgendwann dagegen aufbegehren, indes der Prozess selbst bis zu diesem Aufbegehren reibungslos verläuft, sprich keiner deiner genannten Ausnahmen auftritt.
Ich wollte wichtige Begriffe anhand einer Zentralplan-Wirtschaft (Zentralverwaltungswirtschaft, Planwirtschaft) veranschaulichen. Nicht anhand einer Dezentralplan-Wirtschaft (Marktwirtschaft), weil sich vergleichbare Anschauungen dort nur sehr schwer differenzieren liessen:
»Auf dem Markt unter der grossen Eiche wird eine Kisten Äpfel angeboten und zwei Kisten Äpfel werden nachgefragt.«
Handelt es sich hierbei um qualitative oder quantitative oder zeitliche oder örtliche Planungsinkompatibilität? Man weiss es nicht, weil jedweder Kontext fehlt, den man daher zuerst mühsam bestimmten müsste.
Gegenbeispiel:
"Auf dem Markt unter der grossen Eiche wird mittags eine Kiste Äpfel angeboten und nachgefragt."
Handelt es sich hier um Planerfüllung, ein Gleichgewicht oder einfach nur um das Ergebnis ein viel komplexeren Prozesses, über dessen Ursachen wir nur Aussagen treffen können, wenn wir die direkt angekoppelten Prozesse und die daran Beteiligten beobachten?
Und du legst nun aber diese Begriffe deswegen, weil ich sie eben anhand einer Zentralplan-Wirtschaft veranschaulichen habe, zu eng aus. Irgendwie als ob Direktiven einer Planungsbehörde nötig seien, zu ihrem Wesen gehören. Aber es sind nur Pläne nötig, und die Konsumpläne oder -wünsche gehören auch dazu.
Die aber niemals gleichgewichtig sein können.
Real herrscht immer Ungleichgewicht.
So ist es oder so ist es nicht.
Toll - mit dieser Antwort kann man nichts anfangen.
Gruß!
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Ja, an dieser Stelle war gerade von einem dezentralen Wirtschaftsplan die Rede. Aber dennoch war von einem Wirtschaftsplan die Rede, und dann zu sagen: »es gibt keine berechenbare Festlegung/Planung«, klingt für mich schräg; doch ist es mir nicht klar, was damit gemeint ist (und ich frage mich, ob das Gemeinte vielleicht bloss eine Abschweifung ist).
Das wirtschaftliche Aufeinandertreffen (ob PLAN- oder MARKT-Wirtschaft) ist immer ein Kompromiss. Ich plane heute alles für möglichst umsonst zu erhalten und die Anbieter wollen wenn möglich mein gesamtes Eigentum erhalten. Der Planungsbüroleiter plant die Fertigstellung der Transaktion möglichst noch vorgestern, der zuständige Ingenieur muss demgegenüber die Moral seiner Arbeiter aufrecht erhalten, die aber doch gerne erstmal ihre Mittagspause verlängern würden.
Bist du vielleicht im Modell - ich in der Realität?
Zum Preis von null eine maximalmögliche Menge zu kaufen und eine minimalmögliche Menge zu verkaufen, ist nicht der Plan, sondern nur ein Teil des Plans. Eine detailliertere Beschreibung des Plans würde beinhalten, dass bei einem Preis zwischen 10 und 12 Euro 5 Einheiten eines Gutes gekauft werden, bei einem Preis zwischen 12 und 15 Euro 4 Einheiten, bei einem Preis zwischen 15 und 20 Euro 3 Einheiten, und gar nichts bei jedem Preis über 20 Euro. Und selbst diese Beschreibung des Plans ist noch ziemlich unvollständig, weil noch weitere Umstände als der Preis darin eingehen können. (Wobei eine Unvollständigkeit der Beschreibung des Plans nicht bedeutet, dass der Plan selbst in der nichtbeschriebenen Hinsicht unvollständig sein muss.)
Und die Terminvorgaben des Planungsbüros sind eher gar nicht unter ökonomische Pläne einzuordnen. Die findet man eher in der Rechtsabteilung, wenn die unter Konventionalstrafen für Terminverzögerungen nachschauen, und abhängig davon und dem aktuellen Projektstand entschieden wird, ob der Ingenieur seine Leute die nächsten 6 Wochen lang nur bloß Druck machen soll, oder ob die nächsten 2 Wochen alle Überstunden mit dem doppelten Lohn bezahlt werden sollen ....
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