Re: schwimmender Nichtschwimmer?

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Geschrieben von Ivan (2010-03-04 22:42:16):

Ja, an dieser Stelle war gerade von einem dezentralen Wirtschaftsplan die Rede. Aber dennoch war von einem Wirtschaftsplan die Rede, und dann zu sagen: »es gibt keine berechenbare Festlegung/Planung«, klingt für mich schräg; doch ist es mir nicht klar, was damit gemeint ist (und ich frage mich, ob das Gemeinte vielleicht bloss eine Abschweifung ist).

Das wirtschaftliche Aufeinandertreffen (ob PLAN- oder MARKT-Wirtschaft) ist immer ein Kompromiss. Ich plane heute alles für möglichst umsonst zu erhalten und die Anbieter wollen wenn möglich mein gesamtes Eigentum erhalten. Der Planungsbüroleiter plant die Fertigstellung der Transaktion möglichst noch vorgestern, der zuständige Ingenieur muss demgegenüber die Moral seiner Arbeiter aufrecht erhalten, die aber doch gerne erstmal ihre Mittagspause verlängern würden.

Weder Wunschträume sind gemeint noch Pläne von Wirtschaftstoren.

Bist du vielleicht im Modell - ich in der Realität?

Ich wollte wichtige Begriffe anhand einer Zentralplan-Wirtschaft (Zentralverwaltungswirtschaft, Planwirtschaft) veranschaulichen. Nicht anhand einer Dezentralplan-Wirtschaft (Marktwirtschaft), weil sich vergleichbare Anschauungen dort nur sehr schwer differenzieren liessen:

»Auf dem Markt unter der grossen Eiche wird eine Kisten Äpfel angeboten und zwei Kisten Äpfel werden nachgefragt.«

Handelt es sich hierbei um qualitative oder quantitative oder zeitliche oder örtliche Planungsinkompatibilität? Man weiss es nicht, weil jedweder Kontext fehlt, den man daher zuerst mühsam bestimmten müsste.

Gegenbeispiel:

"Auf dem Markt unter der grossen Eiche wird mittags eine Kiste Äpfel angeboten und nachgefragt."

Handelt es sich hier um Planerfüllung, ein Gleichgewicht [...

Falls hier in dieser Einzelvorstellung in meinem Sinne angeboten und nachgefragt wird, dann trifft auf sie zu, dass Angebot und Nachfrage zusammenpasst, also ist sie Gleichgewicht.

(Übrigens war das keine Stelle, an der man ein »Gegenbeispiel« anbringen konnte.)

...] oder einfach nur um das Ergebnis ein viel komplexeren Prozesses, über dessen Ursachen wir nur Aussagen treffen können, wenn wir die direkt angekoppelten Prozesse und die daran Beteiligten beobachten?

Es lag ja gar nicht in meiner Absicht irgendwas zu begründen, sondern auf Begriffe hinzuweisen, die dann in Begründungen auftauchen könnten. Nicht ohne Grund lautete der Titel meines Eingangsbeitrags: »Was ist Marktungleichgewicht?«

Und du legst nun aber diese Begriffe deswegen, weil ich sie eben anhand einer Zentralplan-Wirtschaft veranschaulichen habe, zu eng aus. Irgendwie als ob Direktiven einer Planungsbehörde nötig seien, zu ihrem Wesen gehören. Aber es sind nur Pläne nötig, und die Konsumpläne oder -wünsche gehören auch dazu.

Die aber niemals gleichgewichtig sein können.

So ist es oder so ist es nicht.

Real herrscht immer Ungleichgewicht.

So ist es oder so ist es nicht.

Toll - mit dieser Antwort kann man nichts anfangen.

Darauf triffst du vor allem dann, wenn du schnell en passant irgendwelche Behauptungen hinstellst, die an der Sache vorbeigehen. Und die Wahrscheinlichkeit ist grösser, wenn sie auch noch wenig bis gar nicht begründet sind.

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