Re(3): Wer ist denn hier der Sprecher, der die Anweisungen gibt? Es sind doch die individuellen Absichten der Akteure! (oT)

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down Re(3): Wer ist denn hier der Sprecher, der die Anweisungen gibt? Es sind doch die individuellen Absichten der Akteure! (oT)

Geschrieben von Ivan (2010-03-04 16:55:31):

Du schließt doch deinen Planwirtschaftsvergleich hiermit:

Ja, ich schloss mit einem "Hinweis am Rande".

In einer Dezentralplan-Wirtschaft mit diesbezüglich so gut wie unwissenden Bürgern hingegen, fangen die Leute dann an, irgendwelche "naheliegende Gründe", "offensichtliche Schuldige" für die Misere "zu finden", und Interessengruppen betreiben dabei Bauernfängerei.

Eben individuelle Absichten - es gibt keine berechenbare Festlegung/Planung.

Ja, an dieser Stelle war gerade von einem dezentralen Wirtschaftsplan die Rede. Aber dennoch war von einem Wirtschaftsplan die Rede, und dann zu sagen: »es gibt keine berechenbare Festlegung/Planung«, klingt für mich schräg; doch ist es mir nicht klar, was damit gemeint ist (und ich frage mich, ob das Gemeinte vielleicht bloss eine Abschweifung ist).

Daher scheitern letztlich auch Planwirtschaften, die Festlegungen treffen wollen, die nicht den realen Bedürfnissen entsprechen, so dass die Akteure irgendwann dagegen aufbegehren, indes der Prozess selbst bis zu diesem Aufbegehren reibungslos verläuft, sprich keiner deiner genannten Ausnahmen auftritt.

Ich wollte wichtige Begriffe anhand einer Zentralplan-Wirtschaft (Zentralverwaltungswirtschaft, Planwirtschaft) veranschaulichen. Nicht anhand einer Dezentralplan-Wirtschaft (Marktwirtschaft), weil sich vergleichbare Anschauungen dort nur sehr schwer differenzieren liessen:

»Auf dem Markt unter der grossen Eiche wird eine Kisten Äpfel angeboten und zwei Kisten Äpfel werden nachgefragt.«

Handelt es sich hierbei um qualitative oder quantitative oder zeitliche oder örtliche Planungsinkompatibilität? Man weiss es nicht, weil jedweder Kontext fehlt, den man daher zuerst mühsam bestimmten müsste.

Und du legst nun aber diese Begriffe deswegen, weil ich sie eben anhand einer Zentralplan-Wirtschaft veranschaulichen habe, zu eng aus. Irgendwie als ob Direktiven einer Planungsbehörde nötig seien, zu ihrem Wesen gehören. Aber es sind nur Pläne nötig, und die Konsumpläne oder -wünsche gehören auch dazu.

Real herrscht immer Ungleichgewicht.

So ist es oder so ist es nicht.

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