Re(4): @Ivan, Grafik von Axel zum fehlenden Zins

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Geschrieben von Ivan (2010-03-02 19:23:15):

Unterscheiden wir einige Fälle als Beispiel:

Unterscheide du doch endlich, ob der Kreditmarkt im Gleichgewicht ist oder nicht.

Allgemeine Annahmen:
Es wird nicht gespart.
Zinsen werden ausgegeben.

Und wenn jetzt die Gesamtheit der Kreditnachfrager für die nächste Periode folgendes plant:

Kreditnachfrage in Höhe von 100 fällt weg,
Kreditnachfrage in Höhe von 100 kommt hinzu,

und die Gesamtheit der Kreditanbieter für die nächste Periode folgendes:

Kreditangebot in Höhe von 50 fällt weg,
Kreditangebot in Höhe von 60 kommt hinzu.

-- Dann "fehlt Geld" zum Tilgen oder zum Sparen?

-- Und angenommen die Kredite wären nicht positiv verzinst, sondern nullverzinst? Und wenn sie negativ verzinst wären? -- Was tut das Vorzeichen der Zinsen zur Sache?

-- Und sollte man also vielleicht auch das "fehlende Geld" zum Sparen berücksichtigen? Denn vielleicht "fehlt" ja in dieser Periode dann gar nicht das "Geld" zum Tilgen, sondern zum Beispiel durch "fehlende Plätze" zum Arbeiten "fehlt Geld" zum Sparen? Es passiert also vielleicht das:

Kreditangebot in Höhe von 50 fällt weg,
Kreditangebot in Höhe von 60 kommt hinzu, aber 50 wird verwirklicht (z.B. »Immer noch keine Arbeit gefunden!«),

oder das:

Kreditangebot in Höhe von 50 fällt weg, aber 60 wird verwirklicht (z.B. »Bevor Sie Hartz IV beziehen können, müssen sie schon ihren Spargroschen verbrauchen!«),
Kreditangebot in Höhe von 60 kommt hinzu.

-- Und vielleicht sollte man noch manches andere berücksichtigen, aber jedenfalls wäre es besser, das Gefasel vom "dem Zins" und vom "fehlenden Geld" aus seinem Vokabular zu streichen und endlich mal ein bisschen weiter zu denken? --- Wie viele Züge versuchst du im Schach voraus zu denken und wie viele Figuren berücksichtigst du dabei? Im übertragenen Sinn bist du über Jahre hinweg derselbe miserable Schachspieler geblieben, hast währenddessen alle Hinweise ignoriert und alle Hilfe anderer in den Wind geschlagen. Dabei ging es immer um dieselbe Stellung und du willst immer denselben miserablen Zug machen...

Fall A)Zinsen konstant; Kreditvolumen wächst über die Zeit
Effekt: Zinsen können problemlos bedient werden

Es geht nicht um Zinsen, sondern um Tilgung, von der Zinsen dann ein Teil sein mögen. Und es ist unter deinen Voraussetzungen eben nicht allgemein gültig, dass problemlos getilgt werden kann (siehe oben).

Fall B)Zinsen konstant; Kreditvolumen konstant
Effekt: Zinsen können zunächst bedient werden.
Mit der Zeit steigt der Zinsanteil an den Krediten
Nach endlicher Zeit können die Zinsen nicht mehr bedient werden.


Fall C)Zinsen sinken; Kreditvolumen variabel
Effekt: keine Probleme mit der Zinszahlung

Es geht in diesen beiden Fällen -- wenn schon -- darum, ob die genommenen Kredite auch nachgefragt werden oder nicht. Besser gesagt geht es darum, ob die angebotenen Kredite nachgefragt werden oder nicht.

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