Anfangs waren die Banken (Goldschmied, Wechselstube, usw.) gezwungen, sich das Vertrauen ihrer Kundschaft anhand ihres Eigentums aufzubauen, d.h. sie hafteten mit ausreichendem Eigentum gegen den Ausfallverlust der Guthaben ihrer Kundschaft, die ihr Geld wiederum den Banken gaben. Dieser Vertrauenszuwachs ergibt sich nicht zuletzt aus diversen Prunkbauten (heute v.a. Hochhäuser) in den Finanzzentren der Welt.
Das ist ja erfrischend: Prunkbauten könnten den Regiogeldern vielleicht helfen..
Wenn sich also ein Regionalgeld etablieren will, so muss es in unserer heutigen Eigentumsgesellschaft die Risikohaftung anhand einer Eigentumsbesicherung klären, um ausreichend Vertrauen aufbauen zu können, was sich dann in einer allgemeinen Akzeptanz niederschlägt. Womöglich funktioniert da auch der kurze Weg des Erzregios nicht (direkte Haftung des Gläubigers ohne vorherigen Vertrauensaufbau der Bonitätsprüfungsstelle), da die zentrale Prüfungsstelle (Erzregio-Stiftung?) einerseits nicht mit eigenem Eigentum haftet und zweitens deren Eigentumsverhältnisse weitgehend unbekannt sind. So wäre es anzuraten, die Regionalwährung zuvorderst von einer GB herausgeben zu lassen, die - wie beim allgemeinen Zahlungsmittel - eine entsprechende Bonitätsprüfung und Haftungsgewährleistung anzeigt.
Was hältst Du denn von Gutscheinhinterlegung als Form der Sachwertbesicherung?
Es wäre in höchstem Maße interessant, inwiefern dann überhaupt noch Unterschiede zwischen dem Euro und den Regionalwährungen festzustellen sind.
es bleibt immer Interessant, sonst wäre Regiogeld ja auch langweilig ;-)
Gruß
Thomas H