*einfach weggeschnippelt*
Ja, und was ich alles schon mehrmals geschrieben habe...
Du guckst dir eben diesen blöden Kauf an, bei dem zusätzliches Zentralbankgeld (ZBG) emittiert wird, das der Verkäufer der Staatsanleihen dann hält, und vergisst alles Weitere. Denn damit wurde der Zentralbankgeld Kredit gegeben, meinst du --- und aus dem Sinn.
Natürlich kann man sich dann noch anschauen, was der Verkäufer mit diesem ZBG anstellt. (Wir gehen ja auch schon stillschweigend davon aus, dass der Verkäufer keine Verbindlichkeiten an die ZB hat. Falls doch, würde bei der ZB nämlich nicht zwingend etwas passiviert - es wäre für sie ein Aktivtausch.)
Also zu den weiteren Betrachtungen:
wie lange hält der Verkäufer das ZBG
Bis er es verwendet, um Investitionen zu tätigen oder/und ausstehende Schulden zu begleichen (meist sofort). Dann sollte er sich bemühen, selber wieder welches zu erhalten.
Zurück zur ZB fließt es spätestens bei Fälligkeit (maximal nach 1 Jahr bei WPPG). Falls nicht, wird vollstreckt.
und wie lange hält die ZB die Staatsanleihen?
Solange wie vertraglich vereinbar. Im Regelfall nicht länger als 1 Jahr, dann muss die GB diese Staatsanleihe zurückkaufen.
Aber tatsächlich bleibt die ZBG-Bestandsnachfrage vielleicht unveränderlich oder sinkt sogar.
Warum verkauft er dann die Staatsanleihe?
Jedenfalls -- und darum geht es -- ist dieser Kauf der Zentralbank kein Grund für eine dementsprechend steigende ZBG-Bestandsnachfrage. Wenn schon, dann wäre es umgekehrt: eine steigende ZBG-Bestandsnachfrage drängt die Zentralbank zu diesem Kauf ("Geld in die Wirtschaft pumpen").
Habe ich irgendwo behauptet, dass der Impuls zum Verkaufen an die ZB von der ZB ausgänge?
Er geht vom Machtkonstrukt Staat (konkret: der Regierung) aus, der Abgaben fordert.
Doch du argumentierst eben so, als ob die ZBG-Bestandsnachfrage entsprechend steigen müsse und zwar irgendwie wegen »Steuertilgung«:
Sie müssen Lust auf gZ verspüren, weil sie ständig Abgaben zu leisten haben.
Exakt. Was ist daran unstimmig? Periodisch werden Steuerabgaben fällig und das letztlich dazugehörige gZ wächst nunmal nicht auf Bäumen.
Gruß!