Geld ist Eigentum
Hallo tar!
Wenn ich mir Waren auf „Kredit“ liefern lasse, erhalte ich Waren, aber kein Geld. Deinen Ausführungen entnehme ich nun, dass ich gegen Kredit Geld erhalte, was hier aber nicht gegeben ist. Tatsächlich ist es auch genau umgekehrt, der Kreditgeber bekommt Geld und auch nicht erst später wieder zurück, sondern direkt wehrend der Kreditvergabe. Der Kreditnehmer bekommt hingegen ganz etwas anderes, er bekommt ein Nutzungsrecht, auch „Besitz“ genannt. Der Kreditnehmer ist Käufer, der Geber ist Verkäufer und auf diesem Prinzip baut alles Weitere auf.
Warum setzt du nun beim Kredit an? Wie willst du Geld erklären, wenn du hierfür Geld schon voraussetzt? Darum frage ich: „wozu brauche ich Geld?“!
In der Bilanz tauchen meines Wissens nach nur Forderungen auf, aber keine Fristen. Hier finden sich auch überfällige Forderungen, bei denen allenfalls von unfreiwilligen Krediten gesprochen werden kann. Diese gehen auch in voller Höhe ins Eigenkapital.
Den Begriff „Schuldendeckungsmittel“ finde ich etwas irreführend, gleichwohl er auch von PCM verwendet wurde. Schuldendeckung wird stets nur angenommen, ergibt sich allenfalls aus der Bilanz und ist auch nur temporärer Natur.
Die Schuld ist Resultat des Leistungsimports, die Entschuldung wiederum des Exports. Diese Vorgänge setzen die Entstehung von Kredit voraus, der von dir beschriebene rein monetäre Kredit ist eine Fortsetzung und ohne den Leistungskredit komplett unverständlich.
Der von dir beschriebene Kredit ist letztlich die mit dem Auslaufen eines älteren Kredits notwendig gewordene Umschuldung, eine art Prolongation also – „Geld auf Zeit“, wenn du so willst.
Merksätze:
1. Geld gibt es nicht, allenfalls eine Geldillusion
2. Schulden werden niemals mit Geld bezahlt, sondern nur umgeschuldet und
3. verschwinden letztlich nur durch Ausbuchung des Gläubigers, sei es mit oder ohne Konsum.
Vielleicht habe ich ja nur die falschen Erwartungen an dein Beitragstitel gestellt, aber die aufgeworfene Frage führt bereits am Verständnis des Eigentlichen vorbei. Der eigentliche Prozess ist die Verzahnung der einzelnen Buchhaltungen, geprägt von deren rechtlichen Vorgaben. Siehe Bankenkrise: Alle Banken pleite => Aufweichung der Bewertungskriterien => Banken machen wieder Gewinne.
Genauso problematisch wie der Kreditbegriff, ist auch der des Eigentums. Beide setzt du als irgendwie gegeben voraus, und beide Begriffe haben ihren Ursprung im Leistungstransfer. Ohne Angebot und Nachfrage gibt es keine Preise, ergo keine Bewertungen, ergo kein Eigentum und schon gar kein Geld.
Zunächst gibt es nur Besitz, nur dieser kann veräußert werden. Besitz ist das Nutzungsrecht, Eigentum entsteht erst durch dessen Veräußerung und bleibt in den Händen des Verkäufers. Jetzt erst kann eine Bank die Eigentumsrechte übernehmen, diesen Vorgang nennt man dann „Bezahlen“. Ein gewisser Aspekt dabei ist sicher, dass die „private“ Zinsforderung immer etwas unschickliches ist und gerne über Institute legitimiert wird. Letztlich ist Eigentum immer nur der Anspruch auf Zins. Der Zins ist letztlich der Preis für das Nutzungsrecht und Geld IST Eigentum, entsteht also nicht erst bei dessen Beleihung oder Bewertung
Schöne Grüße
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